Der deutschsprachige Raum setzt sich aus drei größeren Nationen zusammen: Österreich, Deutschland und die Schweiz. Kulturell unterscheiden sich die Länder teilweise sehr, das Gleiche gilt für die rechtlichen Rahmenbedingungen. Und gerade, wenn es um Themen wie Glücksspiel und Sportwetten geht, sind die Unterschiede an manchen Stellen besonders groß. Ein Blick auf die unterschiedlichen Bedingungen lohnt sich für Sportfreunde und Wettfans.
Wie hat sich der Sportwettenmarkt in den letzten Jahren generell entwickelt?
Im Allgemeinen kann man sagen, dass das Thema Sportwetten direkt in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Viele Sportfans sehen den Wettschein als eine Erweiterung des eigenen Hobbys und als eine besonders aufregende Variante, den Sport zu genießen. Dabei ist ein renommierter Sportwettenanbieter natürlich immer die erste Anlaufstelle. Hierbei geht es nicht nur um die Quoten, sondern auch um die saubere Regulierung und Lizenzierung. Denn die Industrie als Ganzes ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Das erfordert je nach Größe des Marktes unter Umständen ein strikteres Regelwerk. Die unterschiedlichen Länder wählen hier unterschiedliche Ansätze.
Die Situation in Österreich
Auf den ersten Blick ist der Markt in Österreich ein bisschen lockerer reguliert. Denn eine Sportwette gilt in der Alpennation nicht als ein Glücksspiel, sondern als ein Geschicklichkeitsspiel. Das erlaubt eine etwas freiere Regulierung. Deswegen überrascht es nicht, dass in Österreich die Anzahl von Anbietern für Sportwetten im Vergleich zur Bevölkerung relativ hoch ist. Der Markt für Sportwetten ist generell stark am Wachsen. Das gilt natürlich in erster Linie für die Anbieter, die nur online tätig sind. Aber auch die physischen Anbieter verschwinden nicht so schnell von der Bildfläche. Tatsächlich sind es in Österreich in erster Linie junge Leute, die sich für Sportwetten entscheiden. Das bedeutet, dass die Zukunft der Industrie rosig aussieht.
Vergleich zu Deutschland
Wie man bereits erwarten kann, ist der Markt in Deutschland strikter reguliert und wesentlich komplexer. Das liegt natürlich in erster Linie am reinen Volumen. Deutschland ist deutlich größer als Österreich, hat aber weniger Anbieter im Vergleich zur Bevölkerung. Denn hier sind es oftmals bekannte Namen und Marken, die die meisten Wettfreunde anziehen. Dabei werden die Regeln von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder bestimmt. Interessanterweise ist der Markt für regulierte Sportwetten in Deutschland sogar ein wenig rückläufig, da die strikten Regeln einen Nachteil für die legalen Anbieter darstellen. Viele Kunden weichen daher auf den nicht regulierten Markt aus.
Die Schweiz
Wenn man sich das Image der Schweiz einmal ansieht, dann ist die Regulierung von Sportwetten nicht weiter verwunderlich. Der wachsende Markt wird ausschließlich von Schweizer Unternehmen bedient. Das schreibt das Gesetz vor, die Nutzung von ausländischen Anbietern ist den Schweizern rechtlich untersagt. Daher benötigt jeder Anbieter einen Firmensitz in der Schweiz und eine Konzession, für die man eine Prüfung durchlaufen muss. Dennoch ist der Markt im Wachstum. Durch die strengen Regeln und die kleinere Bevölkerung sind die Umsätze allerdings deutlich niedriger als in Deutschland und in Österreich. Der Zugang ist für die Schweizer schlichtweg deutlich schwieriger.
Inwieweit beeinflussen sich die Märkte gegenseitig?
Tatsächlich ist es so, dass sich nicht allzu viele Überschneidungen zwischen den drei deutschsprachigen Sportwettenmärkten ergeben. Die Schweizer halten alles so gut wie möglich im eigenen Lande. Deutschland versucht, den Markt für Sportwetten strikt zu regulieren, ohne eine Abwanderung zu riskieren. Und Österreich freut sich über einen kleinen, aber feinen Markt, der ein stetiges Wachstum verspricht. Deutsche Kunden orientieren sich eher an internationalen Anbietern als an österreichischen. Daher gibt es hier keinen größeren Zufluss. Da die Vorgaben in Deutschland in vielerlei Hinsicht strikter sind, gibt es für Österreicher auch keinen größeren Anreiz, zum Wetten in die Bundesrepublik zu fahren.
Was kann man in der Zukunft erwarten?
Der Markt in Österreich wird sicherlich weiter wachsen, allerdings nicht so schnell wie in Deutschland. Auf der anderen Seite kann man ein größeres Wachstum erwarten, als das beispielsweise in der Schweiz der Fall ist. Die Herausforderung für die österreichischen Anbieter ist es also, neue und attraktive Produkte anzubieten. Hier kommen zum Beispiel Esports und andere Nischensportarten zum Tragen, die sich neu auf dem Gebiet der Sportwetten zeigen. Auch bei der Präsentation und beim übergreifenden Marketing können die österreichischen Anbieter noch einen Zahn zulegen. Potenziell wird das Wachstum aber deutlich stabiler sein als in den Nachbarnationen.
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