Das Hilfspaket für Tourismus soll Betriebe entlasten, Fachkräfte sichern und Österreich international sichtbarer machen. Für die Steiermark zählt, was ab 2026 bei Personal, Datenpflichten, Preisen und Nachfolge tatsächlich einfacher wird.
Einleitung
Der Tourismus bleibt eine Konjunkturstütze, gleichzeitig steigen Kosten und der Personalbedarf bleibt hoch. Die Bundesregierung hat deshalb am 7. Jänner 2026 ein Maßnahmenbündel beschlossen, das weniger auf direkte Zuschüsse setzt, sondern auf Rahmenbedingungen, Sichtbarkeit und Beschäftigung.
Hintergrund ist ein starkes Jahr 2025 mit hoher Nachfrage. Von Jänner bis November 2025 wurden österreichweit 143,34 Millionen Nächtigungen gemeldet, das waren 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem belasten Energie, Personal und Finanzierung die Kalkulation vieler Betriebe.
Für steirische Betriebe ist die Ausgangslage grundsätzlich positiv. Im Tourismusjahr 2025, also November 2024 bis Oktober 2025, wurden laut Landesstatistik Hochrechnung rund 14,003 Millionen Nächtigungen und 4,563 Millionen Ankünfte gezählt.
Was ist das Hilfspaket für Tourismus und warum kommt es gerade jetzt?
Das Hilfspaket für Tourismus ist kein einzelnes Förderprogramm, sondern ein Paket aus Strategiearbeit, Marketing, Statistik Modernisierung, Arbeitskräfte Maßnahmen, Deregulierung und neuen Instrumenten für Nachfolge und Datenpflichten. Ziel ist, Wertschöpfung im Land zu halten und Betriebe dort zu entlasten, wo Bürokratie keinen erkennbaren Nutzen bringt.
Die Begründung folgt drei Linien. Erstens steigen die laufenden Kosten in vielen Betrieben schneller als die Spielräume bei Preisen. Zweitens fehlt Personal, besonders in Saisonspitzen und in ländlichen Regionen. Drittens wachsen Anforderungen bei Daten, Meldepflichten und Transparenz, etwa bei Kurzzeitvermietung und Gästemeldung.
Für die Steiermark kommt ein weiterer Punkt dazu. Das Bundesland lebt stark von Ganzjahresangeboten, Thermen, Kulinarik, Stadt und Kultur, sowie Winterdestinationen. Das Paket adressiert genau diese Mischung, weil es gleichzeitig an Beschäftigung, Qualität und internationaler Positionierung ansetzt.
Kernfakten im Überblick
| Hauptaspekt | Was beschlossen wurde | Zeitplan laut Kommunikation | Konkreter Nutzen für steirische Betriebe |
|---|---|---|---|
| Beschäftigung und Qualifikation | Tourismusbeschäftigtenfonds mit 6,5 Mio. Euro pro Jahr plus Fachkräftestrategie | Start des Fonds angekündigt, Strategie in den nächsten Monaten | Mehr Weiterbildung und Unterstützung, bessere Bindung, Perspektive auf stabilere Personaldecke |
| Sichtbarkeit und Nachfrage | Sonderbudget Olympia 2026 plus internationale Bewerbung als Skidestination mit 1 Mio. Euro | Schwerpunkt 2026 rund um Winterspiele | Rückenwind für Winterregionen, bessere internationale Reichweite, Impulse für Buchungen |
| Bürokratie und Daten | Modernisierung Beherbergungsstatistik, digitales Gästeblatt, Preisregeln, Short Term Rentals Datenmeldung | Umsetzung ab 2026 in Etappen | Weniger Medienbrüche, klarere Preisangaben, mehr Rechtssicherheit, neue Pflichten für Vermieter und Plattformdaten |
Vision T und neue Tourismusstrategie: warum das für die Steiermark zählt
Ein Kernpunkt heißt Vision T. Dahinter steht die Erarbeitung einer neuen nationalen Tourismusstrategie mit breiter Beteiligung der Branche. Ab März 2026 sollen Stakeholder Dialoge in allen Bundesländern starten, ein neues Zielbild ist bis Sommer 2026 angekündigt.
Für steirische Betriebe ist das nur dann relevant, wenn aus Strategie auch klare Prioritäten folgen. In der Praxis kann das drei Dinge beeinflussen. Erstens, welche Segmente Österreich künftig stärker bewirbt, etwa Kulinarik, Gesundheit, Natur oder Wintersport. Zweitens, wie Qualitätsstandards und Nachhaltigkeitsanforderungen in Programme und Kriterien einfließen. Drittens, welche Daten künftig gebraucht werden, um Wirkung zu messen.
Die Steiermark hat mit Thermen und Vulkanland, Graz, Schladming Dachstein und starken Naturregionen ein Profil, das in mehreren Zukunftsthemen gleichzeitig spielt. Wenn Sie sich an den Dialogformaten beteiligen, können Sie steirische Anliegen platzieren, etwa realistische Regeln für Ganzjahresarbeitsplätze, sinnvolle Digitalpflichten und eine Vermarktung, die nicht nur auf klassische Wintersportbilder reduziert.
Wichtig ist die Erwartungshaltung. Eine Strategie ersetzt keine kurzfristige Kostenentlastung. Sie kann aber Förderlogiken, Marketing und Regulierungsprioritäten verschieben. Für Betriebe lohnt sich daher, früh zu definieren, was Sie brauchen, und mit Zahlen zu begründen, wo Bürokratie Zeit frisst und wo Standards tatsächlich Qualität sichern.
Sonderbudget Olympia 2026 und 1 Mio. Euro Bewerbung: Chance und Grenze zugleich
Das Paket sieht ein Sonderbudget im Kontext der Olympischen Winterspiele 2026 vor. Konkret genannt wird 1 Mio. Euro für die internationale Bewerbung Österreichs als führende Skidestination.
Für steirische Betriebe ist der Nutzen sehr unterschiedlich. Winterdestinationen profitieren am direktesten, weil sie in internationalen Such, Medien und Buchungsspitzen sichtbarer werden. Das betrifft etwa Betriebe in Skiregionen, aber auch Zulieferer, Skischulen, Thermen als Schlechtwetter Alternative und Betriebe entlang von Anreiseachsen.
Gleichzeitig ist 1 Mio. Euro kein Volumen, das automatisch alle Regionen stark durchdringt. Entscheidend ist, wie die Bewerbung konkret ausgespielt wird. Für Sie als Betrieb zählt, ob Sie buchbar, auffindbar und preislich klar positioniert sind, wenn die Nachfrage kurzzeitig anzieht. Das ist oft weniger eine Frage großer Kampagnen, sondern von Datenqualität, Verfügbarkeiten, Bildern, Bewertungen und klaren Angeboten.
Wenn Sie in der Steiermark nicht im Kernwintergeschäft sind, können Sie trotzdem profitieren, wenn die Kampagne Österreich als Ganzes stärkt. Das kann City Breaks, Kulinarikreisen und Thermenaufenthalte indirekt stützen, wenn Gäste länger bleiben oder eine zweite Reise dranhängen. Garantiert ist das nicht, aber es ist der plausibelste Übertragungseffekt innerhalb des Pakets.
Modernisierung der Beherbergungsstatistik und digitales Gästeblatt: mehr Daten, weniger Medienbruch
Ein weiterer Baustein ist die Modernisierung der Beherbergungsstatistik. Genannt wird mehr Digitalisierung und bessere Datenqualität als Voraussetzung für ein digitales Gästeblatt.
In der Steiermark arbeiten viele Betriebe bereits mit PMS Systemen, Channel Managern und digitalen Meldewegen. Trotzdem gibt es Medienbrüche, doppelte Erfassung und uneinheitliche Schnittstellen, besonders wenn Gemeinden, Tourismusverbände und Betriebe unterschiedliche Tools nutzen. Ein digitales Gästeblatt kann hier entlasten, wenn es wirklich Standardisierung bringt.
Für Sie wird entscheidend, wie die Umsetzung aussieht. Wenn neue Pflichten ohne praxistaugliche Schnittstellen kommen, steigt der Aufwand. Wenn die Modernisierung auf bestehende Systeme aufsetzt, kann sie Zeit sparen und Fehler reduzieren. Planbar ist das erst, wenn technische Spezifikationen und Übergangsfristen klar sind. Im Paket selbst werden diese Details noch nicht ausgewiesen.
Ein praktischer Tipp für steirische Betriebe ist, den eigenen Datenfluss zu prüfen. Welche Daten erfassen Sie heute doppelt. Wo entstehen Rückfragen durch unvollständige Meldungen. Welche Arbeitsschritte hängen an einzelnen Personen. Je sauberer Ihre Prozesse sind, desto leichter können Sie neue Meldewege übernehmen.
Team Tourismus und Fachkräftestrategie: was sich für Betriebe realistisch ändern kann
Die Bundesregierung startet eine neue Imagekampagne Team Tourismus. Sie soll mehr Menschen für Jobs im Tourismus begeistern und moderne Arbeitswelten, Karrieren und Sinnstiftung betonen. Parallel ist eine bundesweite Fachkräftestrategie angekündigt, mit Fokus auf Ganzjahresarbeitsplätze und überregionale Vermittlung.
Für steirische Betriebe hat das eine klare Logik. Die Steiermark ist stark in Regionen, die ganzjährig Gäste haben, etwa durch Thermen, Ausflugsziele, Kulinarik und Städte. Dort passt der Ansatz, Beschäftigung über Saisonen hinweg zu stabilisieren. In klassischen Wintersportorten kann überregionale Vermittlung helfen, wenn Wohnraum, Anreise oder Kinderbetreuung mitgedacht werden.
Die Grenze liegt in der Realität des Arbeitsmarkts. Eine Kampagne allein füllt keine Dienstpläne. Wirkung entsteht erst, wenn Betriebe parallel an Bedingungen arbeiten, die Bewerber wirklich spüren. Dazu zählen planbare Arbeitszeiten, klare Trinkgeld Regelungen, Unterkünfte für Saisonkräfte, Entwicklungspfade und Führung, die Menschen hält. Das Paket adressiert die Richtung, die Umsetzung bleibt stark betrieblich.
Für Sie kann es sinnvoll sein, sich früh auf die Fachkräftestrategie einzustellen. Wenn überregionale Vermittlung kommt, gewinnen Themen wie Onboarding, Sprachunterstützung, und standardisierte Einarbeitung. Betriebe, die hier bereits strukturiert sind, können schneller Personal integrieren. Das wird in Regionen mit vielen Betrieben zum Wettbewerbsvorteil.
Tourismusbeschäftigtenfonds: 6,5 Mio. Euro pro Jahr und was Sie daraus ableiten können
Das Paket nennt den Start eines Tourismusbeschäftigtenfonds. Dafür sind 6,5 Mio. Euro jährlich für Qualifizierungs und Unterstützungsleistungen vorgesehen.
Für steirische Betriebe ist die zentrale Frage, wie Sie Zugang bekommen. In der Kommunikation steht die Zielrichtung fest, aber nicht jede operative Detailschiene. Typisch sind Förderlogiken über Träger, Programme und definierte Zielgruppen. Das kann von Weiterbildung bis zu Beratungsleistungen reichen. Klar ist nur das Budget und der Zweck.
Trotzdem können Sie sich vorbereiten, um später schnell zu handeln. Sammeln Sie, welche Qualifikationslücken Sie im Betrieb haben. Dazu gehören Küchen, Service, Housekeeping, Rezeption, aber auch Digitalisierung, Revenue Management und Führung. Definieren Sie, welche Rollen Sie ganzjährig halten wollen, und wo Sie saisonal bleiben müssen. Damit können Sie Programme gezielt nutzen, statt erst zu reagieren, wenn Fristen laufen.
Für die Steiermark ist auch relevant, dass der Inlandsmarkt stark bleibt, während internationale Märkte wachsen. Schulung in Sprachen, Kulturkompetenz und Beschwerdemanagement zahlt direkt auf Bewertungen und Wiederkehr ein. Wenn der Fonds solche Inhalte abdeckt, kann das für Betriebe mehr bringen als klassische Kurztrainings.
NextGen4Austria und Betriebsnachfolge: was das Paket bei Übergaben verbessern will
Mit NextGen4Austria will die Regierung Qualifizierungsangebote für potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger im Tourismus fördern.
Für steirische Betriebe trifft das einen Nerv. Viele Familienbetriebe stehen vor Übergaben, während neue Betreiber oft andere Erwartungen an Arbeitszeit, Digitalisierung und Finanzierung haben. Wenn Qualifizierungsangebote praxisnah sind, können sie Übergaben stabiler machen, weil Nachfolger früher in Rollen hineinwachsen und typische Fehler vermeiden.
Die Wirkung hängt aber an einem Punkt. Nachfolge scheitert selten nur an fehlendem Wissen. Häufig geht es um Kaufpreis, Finanzierung, persönliche Konflikte und fehlende Planung. Ein Programm kann helfen, wenn es betriebswirtschaftliche Themen, Führung, rechtliche Grundlagen und realistische Geschäftsmodelle abdeckt. Was genau angeboten wird, ist im Paket noch nicht detailliert.
Wenn Sie in den nächsten fünf Jahren eine Übergabe erwarten, lohnt sich jetzt ein Nachfolge Fahrplan. Legen Sie fest, wann Verantwortung übergeht. Definieren Sie, welche Investitionen vor der Übergabe noch sinnvoll sind. Klären Sie, welche Kennzahlen Sie sauber dokumentieren, damit Banken und Käufer Vertrauen haben. Damit nutzen Sie spätere Programme als Beschleuniger, nicht als Rettungsanker.
Preisauszeichnung vereinfachen und Ortstaxe klarer ausweisen: konkrete Wirkung im Alltag
Das Paket will die Preisauszeichnung bei Beherbergungsbetrieben vereinfachen. Genannt werden klare Regeln zur Ausweisung von Abgaben wie der Ortstaxe und eine zeitgemäße Anpassung der Pflicht zur Preisangabe im Eingangsbereich.
Für steirische Betriebe kann das zwei Vorteile bringen. Erstens reduziert es Unsicherheit, wie Preise kommuniziert werden müssen, besonders wenn Sie online verkaufen und vor Ort informieren. Zweitens kann es Konflikte mit Gästen reduzieren, wenn Abgaben transparent und einheitlich dargestellt werden. Gerade bei Familien mit mehreren Personen wirken kleine Abgaben schnell groß, wenn sie erst am Ende sichtbar sind.
Die genaue Ausgestaltung bleibt abzuwarten. Entscheidend ist, dass Regeln zu digitalen Vertriebskanälen passen. Gäste vergleichen heute in Sekunden, oft auf Plattformen mit eigener Logik. Wenn nationale Vorgaben klarstellen, wie Ortstaxe und andere Abgaben in Angeboten und Bestätigungen auszuweisen sind, sparen Sie Rückfragen und reduzieren Stornoärger.
Praktisch können Sie schon jetzt prüfen, ob Ihre Kommunikation konsistent ist. Stimmen Website, Buchungsstrecke, Mailbestätigung und Aushang zusammen. Sind Abgaben pro Person und Nacht klar. Gibt es saisonale Unterschiede. Diese Hausaufgabe bleibt wertvoll, egal wie die Anpassung am Ende formuliert ist.
EU Verordnung zu Short Term Rentals: was sich für steirische Vermieter und Regionen ändern dürfte
Die Umsetzung der EU Verordnung zu Short Term Rentals ist Teil des Pakets. Der Bund stellt dafür technische Infrastruktur bereit, damit Daten einheitlich gemeldet werden können.
Für die Steiermark ist das vor allem in Städten und stark nachgefragten Regionen relevant. Kurzzeitvermietung beeinflusst Wohnraum, Wettbewerb und Steuertransparenz. Eine einheitliche Datenmeldung kann für Behörden und Regionen die Sicht verbessern, wie viele Betten tatsächlich am Markt sind. Für klassische Betriebe kann das fairer wirken, wenn Anbieter auf Plattformen stärker in vergleichbare Pflichten rutschen.
Für Vermieter bedeutet es voraussichtlich zusätzlichen Aufwand, zumindest in der Übergangsphase. Wenn eine technische Infrastruktur kommt, wird es in der Regel Registrierung, Kennnummern und standardisierte Meldungen geben. Welche Details gelten, hängt an der nationalen Umsetzung. Im Paket steht vor allem, dass der Bund die technische Basis liefert.
Wenn Sie in der Steiermark sowohl Hotelbetrieb als auch Apartments anbieten, sollten Sie Prozesse trennen. Klären Sie, welche Einheiten unter welche Regel fallen. Prüfen Sie Datenhaltung, Buchungswege und Verantwortlichkeiten. So vermeiden Sie später, dass eine Pflicht für einen Bereich den ganzen Betrieb ausbremst.
Was bedeutet das Hilfspaket für Tourismus für steirische Betriebe konkret?
Die wichtigste Konsequenz ist eine Verschiebung von unmittelbarer Hilfe hin zu struktureller Unterstützung. Es geht um Personal, Daten, Nachfolge und weniger Reibung bei Regeln. Das ist für viele Betriebe weniger spektakulär, aber im Alltag oft wirksamer, wenn es gelingt.
Für die Steiermark lohnt der Blick auf Wertschöpfung. Laut Auswertung auf Basis von Tourismus Satellitenkonten werden für 2023 Gesamtwertschöpfungseffekte von rund 2,60 Milliarden Euro genannt, das entsprach einem BRP Beitrag von 4,2 Prozent. Das zeigt, warum Politik hier an langfristigen Hebeln arbeitet.
Gleichzeitig müssen Sie die Grenzen des Pakets kennen. Es löst keine Energiepreisfrage sofort. Es senkt nicht direkt die Finanzierungskosten. Es bietet auch keine pauschale Entschädigung für Margendruck. Nutzen entsteht vor allem, wenn Sie die Instrumente aktiv verwenden, etwa Weiterbildung, Nachfolge Qualifizierung, und Beteiligung an der Strategie.
Handlungstipps: so holen Sie kurzfristig Nutzen aus dem Paket
Die folgenden Schritte helfen Ihnen, das Paket in konkrete Verbesserungen zu übersetzen. Sie wirken banal, aber genau hier entscheidet sich, ob Entbürokratisierung und Qualifizierung in Ihrem Betrieb ankommen. Planen Sie dafür einen festen Termin, etwa zwei Stunden pro Monat, und dokumentieren Sie Entscheidungen. So bleibt es nicht beim Vorsatz.
- Prüfen Sie Ihre Personalstrategie für 2026: Welche Rollen müssen ganzjährig stabil sein, welche bleiben saisonal.
- Sammeln Sie Qualifizierungsbedarfe pro Team: Sprache, Führung, Digitalisierung, Service, Küche, Housekeeping.
- Bereiten Sie sich auf neue Datenwege vor: Wer pflegt Stammdaten, wer meldet, wer kontrolliert.
- Vereinheitlichen Sie Preisangaben: Ortstaxe und Abgaben klar und durchgängig kommunizieren.
- Klären Sie Nachfolge früh: Zeithorizont, Verantwortungsübergang, Kennzahlen, Investitionsplan.
- Beobachten Sie die Stakeholder Dialoge ab März 2026 und bringen Sie Ihre Praxisprobleme ein.
Wenn Sie diese Punkte abarbeiten, profitieren Sie auch dann, wenn einzelne Maßnahmen langsamer anlaufen. Sie senken interne Reibung, erhöhen Buchbarkeit und machen Ihren Betrieb attraktiver für Mitarbeitende. Damit gewinnen Sie im Wettbewerb, ohne auf externe Entscheidungen warten zu müssen.
Welche Maßnahmen umfasst das Hilfspaket für Tourismus?
Das Hilfspaket für Tourismus umfasst eine neue Strategie Vision T, ein Sonderbudget im Umfeld Olympia 2026 mit 1 Mio. Euro für internationale Bewerbung, Modernisierung der Beherbergungsstatistik mit digitalem Gästeblatt, Kampagne Team Tourismus, Fachkräftestrategie, Tourismusbeschäftigtenfonds mit 6,5 Mio. Euro jährlich, Inflationsprüfung, NextGen4Austria, vereinfachte Preisauszeichnung und die Umsetzung der EU Regeln zu Short Term Rentals.
Warum wurde das Hilfspaket für Tourismus beschlossen?
Die Bundesregierung nennt trotz guter Nachfrage steigende Energie, Personal und Finanzierungskosten, Fachkräftemangel, Nachfolgeprobleme, internationale Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratie als Gründe. Das Paket soll Wertschöpfung sichern und unnötige administrative Last reduzieren.
Welche Betriebe in der Steiermark profitieren am stärksten?
Am stärksten profitieren Betriebe, die Personal aufbauen oder halten müssen, also Beherbergung, Gastronomie und Freizeitbetriebe mit hohem Arbeitskräfteanteil. Winterregionen profitieren zusätzlich von internationaler Bewerbung. Betriebe mit Nachfolgebedarf profitieren, wenn Qualifizierungsangebote gut umgesetzt werden.
Wann werden die Maßnahmen wirksam?
Für Vision T sind Dialoge ab März 2026 angekündigt, ein Zielbild bis Sommer 2026. Das Olympia Marketing wirkt 2026 rund um internationale Aufmerksamkeit. Fonds und Fachkräftestrategie starten laut Kommunikation 2026, Details folgen in Umsetzungsprogrammen.
Was sollten steirische Betriebe jetzt konkret tun?
Sie sollten Personal und Qualifizierungsbedarfe strukturieren, Datenprozesse prüfen, Preisangaben konsistent machen, Nachfolge planen und sich für die Dialogformate ab März 2026 positionieren. Damit können Sie Maßnahmen schneller nutzen, sobald Calls und Programme veröffentlicht sind.
Fazit
Das Hilfspaket für den Tourismus ist ein politischer Versuch, Tourismus nicht nur als Umsatzthema, sondern als Standortfrage zu behandeln. Für die Steiermark kann das besonders relevant sein, weil das Bundesland stark von Ganzjahresangeboten lebt und zugleich in Teilen vom Wintergeschäft abhängt. Die entscheidenden Hebel liegen bei Beschäftigung, Qualifikation, klareren Regeln und besseren Daten.
Für Betriebe bedeutet das weniger sofortige Entlastung auf der Rechnung, aber mehr Chancen, Prozesse zu vereinfachen und Personal zu stabilisieren. Wer sich früh vorbereitet, kann Programme schneller nutzen, etwa bei Weiterbildung und Nachfolge. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung im Detail aussieht, besonders bei digitalem Gästeblatt und Short Term Rentals. Die Richtung ist klar, der Nutzen entsteht erst in der Praxis.
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