Bei der Landesprämierung für Edelbrände 2026 holten Betriebe aus Leibnitz und Deutschlandsberg 14 Landessiege. Im Mittelpunkt steht die Edelbrennerei Peer mit einem Dreifachlandessieg und drei prämierten Spezialitäten.
Überblick
| Leserfrage | Worauf achten | Konkreter Nutzen |
|---|---|---|
| Was bedeutet ein Landessieg bei der Landesprämierung Edelbrände 2026? | Landessieger sind Kategorien Spitzenreiter nach Blindverkostung und hoher Punktehürde. | Sie reduzieren das Risiko von Fehlkäufen, weil Fehlerfreiheit und Typizität geprüft wurden. |
| Warum ist die Region Leibnitz und Deutschlandsberg 2026 so auffällig? | 14 Landessiege plus breite Gold und Silber Bilanz, dazu hohe Teilnahme insgesamt. | Sie finden viele verlässliche Anbieter in kurzer Distanz, ideal für Ab Hof Kauf und Geschenke. |
| Welche Peer Produkte sind 2026 besonders relevant? | Dreifachlandessieg mit Quittenbrand, Himbeerbrand, Vogelbeerbrand. | Sie können nach gewünschtem Stil auswählen: Quitte elegant, Himbeere duftig, Vogelbeere markant. |
| Wie erkennen Sie prämierte Ware schnell? | Offizielle Plaketten auf Flasche oder Hinweis am Betrieb, klare Sorten und Produktbezeichnung. | Sie sparen Zeit beim Einkauf und greifen gezielt zu geprüften Produkten statt zu Marketingversprechen. |
| Welche Fehler lassen sich beim Kauf vermeiden? | Vorsicht bei stechenden Noten, rauen Alkoholspitzen, dumpfer Gärigkeit, unklarer Kategorie. | Sie erkennen Problemware früh und investieren lieber in saubere, harmonische Brände. |
| Wie servieren Sie Edelbrand so, dass er wirklich überzeugt? | Tulpenförmiges Glas, moderat temperiert, kleine Menge, Glas kurz atmen lassen. | Sie bekommen mehr Frucht und Balance ins Glas, statt nur Alkoholschärfe. |
Die steirische Obstveredelung lebt von Präzision, Geduld und kompromissloser Rohstoffqualität. Genau diese Faktoren werden jedes Jahr bei der Landesbewertung sichtbar, wenn Brände, Liköre und Spirituosen in einem mehrstufigen Verfahren beurteilt werden. Für die Bezirke Leibnitz und Deutschlandsberg fällt die Bilanz 2026 besonders deutlich aus. Sie erreichten zusammen 14 Landessiege und ergänzten diese Top Platzierungen mit einer großen Zahl an Gold und Silber Auszeichnungen.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Edelbrennerei Peer. Der Betrieb aus Leitring überzeugte die Jury mit drei klaren Fruchtbränden und holte damit einen Dreifachlandessieg. Für Sie als Konsumentin oder Konsument ist das mehr als eine regionale Erfolgsmeldung. Es ist ein verlässlicher Hinweis darauf, welche Qualitätskriterien bei Edelbränden heute zählen und wie Sie ausgezeichnete Produkte erkennen, einordnen und passend auswählen.
Landesprämierung Edelbrände 2026: Was bewertet wird und warum es zählt
Worum geht es bei der Landesprämierung und was bedeutet ein Landessieg?
Die Landesbewertung ist ein formelles Qualitätsmessverfahren für steirische Obstveredelungsprodukte. Eingereichte Proben werden sensorisch geprüft und nach einem Punkte Schema bewertet. Ein Landessieg steht am Ende einer Selektion. Zuerst muss ein Produkt die Mindestpunkte erreichen, danach kann es in die finale Auswahl gelangen. Landessieger sind die besten Produkte ihrer jeweiligen Kategorie und erhalten das Recht, eine entsprechende Auszeichnung sichtbar zu führen.
Für Betriebe ist das ein Marktsignal und zugleich eine interne Standortbestimmung. Für Sie als Käuferin oder Käufer ist es eine Orientierung im Regal. Ein Landessieg sagt nicht nur etwas über Gefallen aus, sondern über Fehlerfreiheit, Typizität und Balance. Das Verfahren verlangt außerdem nachvollziehbare Rahmenbedingungen, etwa zur Herkunft der Rohstoffe und zur rechtlichen Konformität der Produkte.
Wie läuft die Bewertung ab und welche Hürden gelten?
Die Bewertung folgt einem 20 Punkte Schema. Produkte erhalten erst ab 16 Punkten überhaupt eine Prämierung. Ab 18 Punkten ist eine Gold Auszeichnung möglich. Für die Landessieger Auswahl kommen nur Proben in Frage, die 19 oder 20 Punkte erreichen. Zusätzlich gilt, dass Produkte grundlegende Anforderungen des Lebensmittelrechts erfüllen müssen. In der Ausschreibung wird dafür ausdrücklich auf den Lebensmittelcodex verwiesen, bei Obstwein auf die Obstweinverordnung.
Die Verkostung erfolgt blind und in Kategorien. Geschulte Verkosterinnen und Verkoster beurteilen Geruch, Geschmack, Fruchtigkeit, Typizität, Mundgefühl, Harmonie und Fehlerfreiheit. Die Ergebnisse sind endgültig, ein Einspruch ist laut Richtlinien nicht vorgesehen. Das erhöht die Verbindlichkeit des Resultats und reduziert taktische Diskussionen über Platzierungen.
Die Erfolgsbilanz der Bezirke Leibnitz und Deutschlandsberg
Welche Ergebnisse wurden 2026 erreicht?
Die Bezirke Leibnitz und Deutschlandsberg erzielten bei der Landesprämierung 2026 zusammen 14 Landessiege. Zusätzlich kamen 71 Gold und 86 Silber Auszeichnungen dazu. Diese Breite ist für eine Region bemerkenswert, weil sie zeigt, dass nicht nur einzelne Spitzenprodukte herausragen. Vielmehr steht dahinter eine leistungsfähige Struktur aus Obstbau, Verarbeitung und handwerklichem Know how.
Auch die Teilnahmezahlen unterstreichen die Relevanz der Bewertung. 2026 wurden 511 Proben von 108 Obstveredelungsbetrieben eingereicht. Das spricht für hohen Wettbewerb. Je mehr Proben im System sind, desto schwieriger wird es, sich in den finalen Rängen zu behaupten. Ein Landessieg ist dann weniger Momentaufnahme und mehr Beleg einer stabilen Qualitätsleistung.
Welche Betriebe wurden als Landessieger genannt?
Aus dem Bezirk Leibnitz wurden mehrere Betriebe als Landessieger ausgewiesen. Neben dem Dreifachlandessieg der Edelbrennerei Peer erhielten Renate und Josef Kolar einen Doppellandessieg. Weitere Single Landessiege gingen unter anderem an das Landesgut Silberberg, das Weingut Malli, Gerald Schober, Wein.Gut.Pugl und das Weingut Felberjörgl. Aus dem Bezirk Deutschlandsberg wurden Barbara Hainzl Jauk als Doppellandessiegerin sowie Obstveredelung Resch vulgo Kaiser und das Weingut Glirsch Familie Krottmayer als Single Landessieger genannt.
Für Sie ist diese Liste nützlich, wenn Sie regional kaufen möchten oder Präsente suchen. Landessieger Produkte eignen sich besonders, wenn Sie eine klare Stilistik bevorzugen und ein sensorisch sauberes Profil erwarten. Gleichzeitig sollten Sie beachten, dass Landessieger nicht automatisch Ihren persönlichen Geschmack treffen müssen. Sie signalisieren vor allem handwerkliche Präzision und Typizität.
Edelbrennerei Peer im Fokus: Dreifachlandessieg und was dahintersteckt
Welche Produkte brachten der Edelbrennerei Peer den Dreifachlandessieg?
Die Edelbrennerei Peer aus Leitring erreichte 2026 einen Dreifachlandessieg mit drei klassischen Fruchtbränden. Prämiert wurden ein Quittenbrand, ein Himbeerbrand und ein Vogelbeerbrand. Diese Kombination ist sensorisch anspruchsvoll, weil jede dieser Früchte im Brand sehr klar erkennbar sein muss und zugleich Fehler schnell auffallen. Gerade Vogelbeere gilt als heikel, da Bittertöne und Schärfe rasch dominieren können.
Der Erfolg deutet darauf hin, dass der Betrieb sowohl bei der Rohware als auch in der Gärführung und im Brennprozess konsequent arbeitet. Bei der Bewertung zählen Harmonie und Fehlerfreiheit stark. Das heißt, die Brände müssen sauber wirken, ohne stechende Noten, ohne Unwucht und ohne störende Nebentöne. Der Dreifachlandessieg ist deshalb ein belastbarer Hinweis auf verlässliche Stilistik.
Woher kommen Rohstoffe und wie ist der Betrieb aufgestellt?
Die Edelbrennerei Peer beschreibt sich als Betrieb mit mehreren Standorten in der Südsteiermark. In Wiesberg wird laut Betriebsdarstellung eine Fläche von rund vier Hektar bewirtschaftet, davon etwa 1,8 Hektar mit Kern und Steinobst. In Leitring wird eine weitere Fläche von rund zwei Hektar genannt, auf der unter anderem Apfel, Kriecherl und Zwetschke kultiviert werden. Diese Flächenstruktur ist für Edelbrände relevant, weil sie Kontinuität bei Sorten und Reifegraden ermöglicht.
Für Sie als Kundin oder Kunde hat das einen praktischen Nutzen. Wenn Obst aus eigener oder eng angebundener Produktion kommt, lassen sich Erntezeitpunkt und Sortenreife genauer steuern. Das wirkt sich direkt auf Aromatik und Typizität aus. Gleichzeitig bleibt die Brennerei flexibler, wenn Jahrgänge schwanken. In guten Jahren kann sie sortenrein ausbauen, in schwierigeren Jahren kann sie selektiver arbeiten.
Wie erkennen Sie Peer Produkte und Landessieger Ware im Handel?
Landessieger und prämierte Betriebe dürfen ihre Produkte mit offiziellen Plaketten kennzeichnen. In der Praxis sehen Sie runde Auszeichnungsaufkleber wie Landessieger 2026, Gold bei der Landesbewertung 2026 oder Ausgezeichnet bei der Landesbewertung 2026. Zusätzlich gibt es Hoftafeln, die Betriebe am Standort führen können. Für Sie ist das besonders hilfreich, wenn Sie direkt ab Hof kaufen oder in der Region unterwegs sind.
Wenn Sie ein Peer Produkt gezielt suchen, orientieren Sie sich an der Sortenbezeichnung. Beim Dreifachlandessieg sind Quitte, Himbeere und Vogelbeere die klaren Suchbegriffe. Achten Sie außerdem darauf, dass ein Brand als Brand ausgewiesen ist und nicht als aromatisiertes Mischprodukt. Bei hochwertigen Fruchtbränden steht die Frucht im Vordergrund und nicht Zucker oder Aromatisierung.
Qualität in der Praxis: Was Sie bei Edelbränden wirklich beurteilen können
Welche sensorischen Merkmale sind im Alltag aussagekräftig?
Auch ohne Jurytraining können Sie Edelbrände gut einordnen, wenn Sie strukturiert vorgehen. Riechen Sie zuerst, ohne zu schwenken. So prüfen Sie, ob stechende, lösungsmittelartige Noten auftreten. Danach schwenken Sie leicht und riechen erneut. Nun zeigt sich, ob die Frucht klar erkennbar ist. Im Mund achten Sie auf Textur und Balance. Ein sauberer Brand wirkt klar, fruchtig und warm. Er brennt nicht aggressiv.
Bei anspruchsvollen Sorten wie Vogelbeere ist Balance entscheidend. Gute Qualitäten bieten Frucht, Würze und Struktur, ohne bitter zu kippen. Quitte braucht häufig eine präzise Fruchtführung, sonst wirkt sie flach oder seifig. Himbeere muss duften, darf aber nicht künstlich wirken. Ein Landessieger ist kein Garant für Ihren Geschmack, aber ein guter Filter gegen technische Fehler.
Welche typischen Fehler treten bei Edelbränden auf?
Häufige Fehler sind stechende Noten, die an Lösungsmittel erinnern, und raue Alkoholspitzen. Beides kann auf unsaubere Trennung beim Brennen oder auf Probleme in der Gärung hindeuten. Ein weiterer Klassiker sind dumpfe, gärige Aromen. Sie können entstehen, wenn Obst beschädigt war oder zu lange lag. Bei Holzfass gereiften Produkten treten zusätzlich Risiken auf. Zu viel Holz kann die Frucht überdecken. Zu wenig Reife kann die Struktur unfertig wirken lassen.
Wenn Sie solche Töne wahrnehmen, ist Zurückhaltung sinnvoll. Kaufen Sie lieber kleinere Gebinde zum Testen oder wählen Sie einen prämierten Betrieb, der für saubere Stilistik bekannt ist. Bei Peer zeigt der Dreifachlandessieg in drei unterschiedlichen Fruchtprofilen, dass die Prozesse stabil sind. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit solcher technischen Schwächen.
Recht und Kennzeichnung: Warum Regeln für Qualität mitentscheiden
Welche Rolle spielen Codex, Verordnung und EU Vorgaben?
Bei Edelbränden geht es nicht nur um Handwerk, sondern auch um klare Begriffe. EU Vorgaben definieren, was unter Spirituosenkategorien fällt, wie Namen verwendet werden dürfen und welche Kennzeichnungspflichten gelten. Für Sie ist das wichtig, weil Bezeichnungen wie Brand, Geist oder Likör rechtlich nicht beliebig sind. In der Landesbewertung wird zudem verlangt, dass Produkte die Anforderungen des Lebensmittelcodex erfüllen. Bei Obstwein gelten zusätzlich die Kriterien der Obstweinverordnung.
Diese Verknüpfung zwischen Recht und Bewertung schützt auch Konsumentinnen und Konsumenten. Ein Produkt kann sensorisch gut wirken, aber dennoch in einer Kategorie falsch bezeichnet sein. Solche Fälle werden durch formale Kriterien begrenzt. Für Betriebe bedeutet das, dass Qualität nicht allein im Glas entsteht, sondern auch in Dokumentation, Herkunftssicherung und sauberer Etikettierung.
Best Practices beim Kauf und beim Servieren: So holen Sie mehr aus Edelbränden heraus
Guter Edelbrand ist ein Präzisionsprodukt. Damit Sie die Aromatik wirklich erleben, entscheiden Details über den Eindruck. Temperatur, Glasform und Dosierung wirken stärker, als viele erwarten. Auch die Auswahl nach Anlass lohnt sich. Nicht jeder Brand passt als Digestif. Manche Sorten funktionieren besser als Aperitif oder als Begleiter zu Desserts.
Praxischeck für Auswahl und Genuss beginnt mit einem klaren Ziel. Möchten Sie Frucht und Frische, wählen Sie eher klare Brände. Möchten Sie Dichte und Wärme, greifen Sie zu gereiften Varianten. Achten Sie auf verständliche Sortenangaben und bevorzugen Sie Betriebe, die transparent über Früchte und Stilistik sprechen.
Wenn Sie Geschenke kaufen, ist ein Landessieger eine solide Basis. Bei Peer bieten Quitte, Himbeere und Vogelbeere drei unterschiedliche Charaktere. Quitte wirkt oft elegant und strukturiert. Himbeere ist duftig und zugänglich. Vogelbeere zeigt Kante und Tiefe. Damit können Sie gut nach Persönlichkeit auswählen.
Die folgenden Punkte erhöhen die Informationsdichte und sind als kurze Orientierung gedacht. Sie ersetzen keine Verkostung, helfen aber bei der ersten Einordnung.

- Glas: Nutzen Sie ein tulpenförmiges Glas, damit die Frucht gebündelt bleibt.
- Temperatur: Servieren Sie nicht eiskalt, sonst verschließt sich die Aromatik.
- Menge: Kleine Mengen reichen, ein Brand lebt von Konzentration.
- Pausen: Lassen Sie dem Glas Zeit, die Nase verändert sich in Minuten.
- Kombination: Fruchtbrände passen oft zu Obst Desserts, Käse oder feinen Nüssen.
Wenn Sie diese Grundsätze anwenden, steigt die Trefferquote deutlich. Gerade bei prämierten Produkten lohnt sich der Aufwand. Sie bekommen ein klareres Bild davon, warum eine Jury ein Produkt als harmonisch, typisch und fehlerfrei einstuft. Das macht Landessiege im Alltag nachvollziehbarer und den Kauf sicherer.
Kernfakten im Überblick
| Aspekt | Wesentliches |
|---|---|
| Regionale Bilanz 2026 | Leibnitz und Deutschlandsberg erreichen zusammen 14 Landessiege sowie zahlreiche Gold und Silber Auszeichnungen. |
| Bewertungssystem | 20 Punkte Schema, Prämierung ab 16 Punkten, Gold ab 18 Punkten, Landessieger Auswahl ab 19 Punkten. |
| Edelbrennerei Peer | Dreifachlandessieg mit Quittenbrand, Himbeerbrand und Vogelbeerbrand. |
| Teilnahme und Wettbewerb | 108 Betriebe reichten 511 Proben ein, Landessiege entstehen aus starkem Wettbewerb und Finalauswahl. |
| Erkennbarkeit für Käufer | Plaketten wie Landessieger 2026 und Gold bei der Landesbewertung 2026 sowie Hoftafeln helfen bei der Orientierung. |
Fazit
Die Landesprämierung 2026 zeigt, wie stark die Südweststeiermark in der Obstveredelung aufgestellt ist. 14 Landessiege aus den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg sind ein Signal für konstante Qualität und breite handwerkliche Kompetenz. Für Sie als Konsumentin oder Konsument bietet das eine klare Orientierung, besonders wenn Sie regionale Produkte suchen, verschenken oder gezielt verkosten möchten.
Die Edelbrennerei Peer setzt mit dem Dreifachlandessieg einen Schwerpunkt. Quitte, Himbeere und Vogelbeere stehen für drei unterschiedliche Profile, die sensorisch anspruchsvoll sind und in der Bewertung nur mit sauberer Prozessführung bestehen. Wenn Sie Edelbrände bewusst auswählen, helfen Ihnen Plaketten, Sortenangaben und ein kurzer Praxischeck beim Servieren. So wird aus einer Prämierungsmeldung ein konkreter Nutzen im Alltag.
Häufig gestellte Fragen zum Thema „Landesprämierung Edelbrände 2026“
Warum schmeckt derselbe Edelbrand bei unterschiedlichen Temperaturen spürbar anders?
Temperatur verändert, wie schnell Aromastoffe aus dem Glas in die Nase gelangen. Bei zu niedriger Temperatur wirken viele Brände verschlossen, die Frucht tritt in den Hintergrund und Alkohol wirkt härter. Bei zu hoher Temperatur treten Alkoholspitzen stärker hervor, was die Balance stören kann. Ideal ist meist ein moderater Bereich, in dem sich Frucht, Struktur und Wärme gleichmäßig zeigen. Wenn Sie vergleichen möchten, probieren Sie denselben Brand in kleinen Schritten wärmer. So lernen Sie, welche Servierweise Ihrem Geschmack entspricht.
Weshalb ist die Bezeichnung auf dem Etikett für die Einordnung wichtiger, als viele vermuten?
Bezeichnungen wie Brand, Likör oder Spirituose sind nicht nur Marketingbegriffe. Sie stehen in der Regel für unterschiedliche Herstellungsarten und erlaubte Zusammensetzungen. Das beeinflusst, was Sie sensorisch erwarten dürfen. Ein Likör kann durch Süße und Aromatisierung ganz anders wirken als ein klassischer Fruchtbrand. Wenn Sie das Etikett bewusst lesen, reduzieren Sie Fehlkäufe. Achten Sie auf die klare Nennung der Obstart, auf die Produktkategorie und auf nachvollziehbare Angaben des Herstellers. So erkennen Sie schneller, ob Sie ein puristisches Produkt oder eine eher gefällige Stilrichtung kaufen.
Wann lohnt sich der Kauf eines Landessieger Produkts besonders und wann eher nicht?
Landessieger Produkte lohnen sich vor allem, wenn Sie technische Sauberkeit und Typizität suchen. Das ist hilfreich für Geschenke, für eine geplante Verkostung oder wenn Sie sich an eine neue Obstart herantasten möchten. Weniger sinnvoll kann es sein, wenn Sie bereits sehr klare Vorlieben haben, etwa für stark gereifte, sehr kräftige oder bewusst unkonventionelle Stilarten. In solchen Fällen kann ein Landessieger zwar objektiv präzise sein, aber subjektiv nicht passen. Nutzen Sie Landessiege als Qualitätsfilter, nicht als Geschmacksbefehl. Wenn möglich, kaufen Sie zunächst klein oder verkosten Sie ab Hof.
Warum sind manche Obstarten in der Herstellung deutlich riskanter als andere?
Jede Obstart bringt ein eigenes Aromaprofil und eigene technische Herausforderungen mit. Beeren können empfindlich sein, weil Fruchtaromen flüchtig sind und schnell künstlich wirken, wenn Prozesse nicht passen. Quitte verlangt oft exakte Reife und saubere Verarbeitung, sonst wird das Profil flach. Vogelbeere kann in Bitterkeit kippen und braucht präzise Trennung beim Brennen. Diese Risiken erklären, warum Auszeichnungen bei solchen Sorten für viele Käuferinnen und Käufer ein besonders starkes Signal sind. Sie zeigen, dass ein Betrieb die Rohware beherrscht und sensorisch saubere Ergebnisse reproduzieren kann.
Welche langfristige Wirkung haben Auszeichnungen auf Betriebe und auf die regionale Wertschöpfung?
Auszeichnungen können Absatz und Sichtbarkeit steigern, vor allem im Direktverkauf und im Tourismus. Langfristig wirken sie auch intern. Betriebe investieren eher in Qualitätssicherung, wenn ein transparentes Bewertungssystem den Erfolg messbar macht. Für Regionen bedeutet das Stabilisierung, weil Obstbau und Veredelung zusätzliche Erlösquellen schaffen können. Für Sie als Konsumentin oder Konsument führt dieser Effekt oft zu größerer Vielfalt, besserer Verfügbarkeit und klareren Qualitätsstandards. Gleichzeitig bleibt entscheidend, dass Betriebe die Nachfrage nicht nur bedienen, sondern den handwerklichen Anspruch halten. Genau hier zeigt sich, ob eine Prämierung mehr ist als ein einmaliger Moment.
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