Der Handwerksmarkt am Fehringer Samstagsmarkt ist auf den ersten Blick ein halbtägiger Termin im Frühlingskalender. Auf den zweiten Blick ist er deutlich mehr: ein sichtbares Schaufenster für regionale Hersteller:innen, ein Frequenzbringer für die Fehringer Innenstadt und ein starkes Signal für jenes wirtschaftliche Selbstverständnis, das die Region seit Jahren prägt.
Offiziell wird die Veranstaltung als Osterkunsthandwerksmarkt am Fehringer Samstagsmarkt geführt. Sie findet am 28. März 2026 von 08:00 bis 12:00 Uhr am Hauptplatz Fehring statt – mit den Künstlerinnen und Künstlern des Samstagsmarkts.
Gerade in Fehring ist so ein Markttermin wirtschaftlich besonders interessant, weil er nicht isoliert steht. Der Samstagsmarkt läuft heuer von Mitte März bis Mitte Dezember, zählt rund 35 Aussteller:innen und bringt laut Stadtgemeinde rund 8.000 Besucher:innen pro Jahr ins Zentrum. Damit ist der Handwerksmarkt nicht bloß ein Zusatzprogramm, sondern Teil eines gewachsenen regionalen Formats, das Nahversorgung, Kulinarik, Begegnung, Direktvermarktung und Standortimage zusammenführt. Für die Südoststeiermark ist das relevant, weil Handwerk hier nicht nur Tradition, sondern Teil der regionalen Entwicklungslogik ist.
Details zur Veranstaltung
| Punkt | Stand | Einordnung |
|---|---|---|
| Offizieller Veranstaltungstitel | Osterkunsthandwerksmarkt am Fehringer Samstagsmarkt | Die Stadtgemeinde kündigt den Termin offiziell unter diesem Namen an. |
| Datum | 28.03.2026 | Der Markt liegt mitten im saisonalen Frühjahrsauftakt des Samstagsmarkts. |
| Uhrzeit | 08:00 bis 12:00 Uhr | Es handelt sich um ein kompaktes Vormittagsformat mit hoher Innenstadtwirkung. |
| Ort | Hauptplatz Fehring | Der Standort rund um die Mariensäule ist zentral und stark sichtbar. |
| Rahmen | Teil des Fehringer Samstagsmarkts | Der Samstagsmarkt läuft 2026 von 14. März bis 19. Dezember jeden Samstag. |
| Größe des Grundformats | Rund 35 Aussteller:innen | Das sorgt für eine breite Mischung aus regionalen Angeboten und regelmäßigem Besucherstrom. |
| Jährliche Reichweite | Ca. 8.000 Besucher:innen | Für eine Kleinstadt ist das ein relevanter Frequenzfaktor für Handel und Gastronomie. |
| Charakter des Handwerksmarkts | Künstler:innen vom Samstagsmarkt | Im Fokus stehen handwerkliche und kunsthandwerkliche Angebote aus dem Marktumfeld. |
| Eintritt | Nicht gesondert ausgewiesen | Auf der offiziellen Veranstaltungsseite wurde zum Zeitpunkt der Recherche kein eigener Eintrittspreis genannt. |
| Regionale Relevanz | Hoch | Fehring und das Steirische Vulkanland positionieren Handwerk ausdrücklich als regionales Stärkefeld. |
Warum dieser Markt für Fehring, die Südoststeiermark und das steirische Handwerk interessant ist
Ein Markttermin mit größerem wirtschaftlichem Hebel
Der Handwerksmarkt profitiert davon, dass der Fehringer Samstagsmarkt bereits als etabliertes Stadt- und Regionalformat funktioniert. Das reduziert die Hürde für Besucher:innen: Wer zum Frühstück, zum Einkauf regionaler Produkte oder einfach zum Bummeln auf den Hauptplatz kommt, begegnet automatisch auch dem Handwerk. Genau darin liegt der wirtschaftliche Wert. Handwerksbetriebe und Kunsthandwerker:innen müssen kein völlig neues Publikum aufbauen, sondern docken an einen bestehenden Besucherstrom an. Das erhöht Sichtbarkeit, spontane Verkäufe und die Chance auf Folgekontakte.
Direkte Impulse für die Fehringer Innenstadt
Die unmittelbaren Effekte liegen vor allem in der Frequenz. Wenn ein Markt Menschen in den Ortskern zieht, profitieren nicht nur die Standler:innen selbst, sondern regelmäßig auch umliegende Gastronomiebetriebe, Nahversorger, Bäckereien, Cafés und Dienstleister. Genau das wird in Fehring ausdrücklich so wahrgenommen: Der Samstagsmarkt trägt laut regionaler Berichterstattung wesentlich zur Belebung der Innenstadt bei. Der Handwerksmarkt verstärkt diesen Effekt, weil er zusätzliche Anlässe zum Verweilen schafft und das Marktbild vielfältiger macht.
Warum Handwerk in Fehring kein Nebenthema ist
Fehring arbeitet seit Jahren daran, Handwerk nicht nur als Berufsgruppe, sondern als Teil der Orts- und Regionsidentität zu positionieren. Das zeigt das Projekt FAIRing – Handwerksregion im Steirischen Vulkanland. Dort wird Handwerk ausdrücklich als Stärkefeld beschrieben, das die Regionsmarke, die Standortpositionierung und das positive Bild des Steirischen Vulkanlands nach innen und außen stärken soll. Der Handwerksmarkt passt genau in diese Logik: Er macht regionale Fertigkeiten sichtbar, schafft Kontakt zwischen Produzent:innen und Publikum und übersetzt die Standortidee in ein konkret erlebbares Format.
Regionale Wirkung: mehr als nur Verkauf am Stand
Ein gut besuchter Handwerksmarkt bringt nicht nur direkten Umsatz, sondern erzeugt auch weiche, aber wirtschaftlich wichtige Effekte. Dazu zählen Aufmerksamkeit für regionale Marken, neue Kontakte zwischen Betrieben, Empfehlungen im persönlichen Umfeld und ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Qualität, Reparatur, Gestaltung und Maßarbeit vor Ort verfügbar sind. Gerade für kleinere handwerkliche Anbieter:innen kann so ein Termin der Beginn einer längeren Kundenbeziehung sein – etwa wenn aus einem Marktgespräch später ein Auftrag, eine Sonderanfertigung oder eine Kooperation entsteht.
Was das für die Südoststeiermark bedeutet
Die Südoststeiermark ist wirtschaftlich kleinteilig, unternehmerisch breit aufgestellt und stark von regionalen Kreisläufen geprägt. Laut aktueller WKO-Bezirksstatistik gab es in der Südoststeiermark mit Stichtag 31.12.2025 insgesamt 326 Unternehmensneugründungen, davon 192 in Gewerbe und Handwerk. Das zeigt, wie stark gerade diese Sparte das unternehmerische Profil des Bezirks prägt. Märkte wie jener in Fehring sind deshalb nicht nur nette Begleitveranstaltungen, sondern sichtbare Kontaktzonen zwischen bestehendem Handwerk, potenzieller Kundschaft und jenen Menschen, die sich regional selbständig machen wollen oder bereits im Aufbau sind.
Der größere Blick auf die Steiermark
Auch landesweit ist das Thema wirtschaftlich relevant. In der Steiermark entfallen laut WKO-Mitgliederstatistik 46,0 Prozent der aktiven Spartenmitglieder auf Gewerbe und Handwerk. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Lehrlingsbilanz, dass der Fachkräftenachwuchs unter Druck steht: 2025 wurden in der Steiermark 14.442 Lehrlinge ausgebildet, um 3,3 Prozent weniger als im Jahr davor; 6.391 davon lernten in Gewerbe- und Handwerksbetrieben. Genau deshalb haben regionale Veranstaltungen wie der Fehringer Handwerksmarkt auch eine imagepolitische Funktion: Sie machen Berufe sichtbar, schaffen positive Bilder von handwerklicher Qualität und können dazu beitragen, Interesse an Lehre, Meisterschaft und Selbständigkeit zu wecken.
Welche Branchen direkt profitieren können
Direkt profitieren vor allem Kunsthandwerker:innen, Produzent:innen von handgefertigten Waren, Marktstandbetreiber:innen, regionale Direktvermarkter:innen und die gastronomischen Anbieter am Samstagsmarkt. In Fehring ist der Markt zudem eng mit Kulinarik verbunden: Das Marktfrühstück und regionale Getränkeangebote machen den Besuch attraktiver und verlängern oft die Aufenthaltsdauer. Davon profitieren wiederum jene Betriebe, die den Markt nicht nur als Verkaufsfläche, sondern als Bühne für ihre Marke und ihr Qualitätsversprechen nutzen.
Welche Branchen indirekt mitziehen
Indirekte Gewinner sind Innenstadtbetriebe, regionale Gastronomie, Tourismus- und Freizeitakteure, Veranstaltungsdienstleister, Produzenten von Verpackung, Deko, Floristik und Geschenkartikeln sowie Betriebe, die vom Image einer lebendigen Ortsmitte profitieren. Dazu kommt der touristische Effekt: In der regionalen Entwicklungsstrategie des Steirischen Vulkanlands wird betont, dass Tagesgäste für kulinarischen Absatz und die gastronomische Szene besonders wichtig sind. Genau solche Tagesgäste lassen sich mit gut kommunizierten Marktformaten besser anziehen.
Beispiele für konkret sichtbare Akteure im Marktumfeld
Im recherchierten Marktumfeld wurden mehrere Namen ausdrücklich genannt, die zeigen, wie eng Handwerk, Kulinarik und Innenstadtfrequenz in Fehring zusammenspielen. Dazu zählen Walhalla Genusskulisse, die gemeinsam mit Tamara Holzer und Erik Kühnelt im Marktfrühstück sichtbar ist, die Wilden Schwestern aus Bad Gleichenberg sowie Maitz-Kaffee. Diese Beispiele sind wichtig, weil sie zeigen: Der wirtschaftliche Effekt eines Handwerksmarkts endet nicht beim Standverkauf, sondern wirkt in ein ganzes Netz regionaler Anbieter hinein.
Offene Punkte, die für Besucher:innen und Betriebe noch interessant wären
Die offizielle Eventankündigung ist bewusst knapp gehalten. Zum Zeitpunkt der Recherche waren keine gesonderte Ausstellerliste, kein detailliertes Rahmenprogramm mit Vorführungen und keine zusätzliche Übersicht zu einzelnen Kunsthandwerks-Schwerpunkten veröffentlicht. Für Besucher:innen ist das nicht zwingend ein Problem, für eine noch stärkere wirtschaftliche Hebelwirkung wäre eine breitere Vorab-Kommunikation aber durchaus interessant – etwa mit Portraits einzelner Aussteller:innen, Materialwelten, handwerklichen Live-Einblicken oder Kooperationshinweisen mit Fehringer Betrieben.
Einordnung: klein im Format, groß in der Signalwirkung
Der Handwerksmarkt am Fehringer Samstagsmarkt ist kein Mega-Event mit Festivalcharakter. Gerade deshalb ist er wirtschaftlich spannend. Er zeigt, wie regionale Wertschöpfung im Kleinen funktioniert: über Sichtbarkeit, Frequenz, Vertrauen, persönliche Kontakte und die Übersetzung eines Standortthemas in den Alltag. In einer Region, die Handwerk ausdrücklich als Teil ihrer Zukunft versteht, wirkt so ein Markt wie ein verdichteter Praxistest regionaler Wirtschaftspolitik. Für Fehring ist das Innenstadtbelebung. Für die Südoststeiermark ist es Standortpflege. Für die Steiermark ist es ein Beispiel dafür, wie Handwerk dort sichtbar wird, wo Menschen tatsächlich kaufen, sprechen und sich für Berufe, Produkte und Herkunft interessieren.
Stimmen und Einschätzungen
- Johann Winkelmaier: Fehring habe sich nicht zufällig als Handwerksgemeinde positioniert; ein großer Teil der wirtschaftlichen Hauptwertschöpfung passiere vor Ort im Handwerk (Stadtgemeinde Fehring / FAIRing-Rückschau).
- Franz Fartek: Die Region wolle Handwerk auf eine neue Ebene heben und Jugendlichen wie Betrieben die Vielfalt handwerklicher Berufe und Chancen stärker vor Augen führen (Projekt FAIRing / Stadtgemeinde Fehring).
- Andreas Dornik: Modernes Handwerk sei keine Notlösung, sondern stehe für Design, Konstruktion und Können – also für ein zeitgemäßes Berufsbild mit Qualität und Anspruch (Erlebnis Handwerk / Fehring).
- Josef Herk: Wenn Ausbildung und Lehre nicht konsequent gestärkt werden, werde der Fachkräftemangel zum Flaschenhals des nächsten Aufschwungs – gerade für Gewerbe und Handwerk (WKO Steiermark / Lehrlingsbilanz 2026).
Quellen
- Stadtgemeinde Fehring – Osterkunsthandwerksmarkt am Fehringer Samstagsmarkt: Diese offizielle Veranstaltungsseite ist die Primärquelle für Titel, Ort, Datum und Uhrzeit des Handwerksmarkts. Sie ist deshalb zentral, weil sie den konkreten Termin und den offiziellen Charakter der Veranstaltung bestätigt. Zur Quelle
- Stadtgemeinde Fehring – Fehringer Samstagsmarkt: Diese offizielle Seite liefert die Grunddaten zum Gesamtformat des Samstagsmarkts, darunter Saisonlaufzeit, Zahl der Aussteller:innen und die jährliche Besucherfrequenz. Für die wirtschaftliche Einordnung ist sie besonders wichtig, weil der Handwerksmarkt in dieses bestehende Marktformat eingebettet ist. Zur Quelle
- MeinBezirk Südoststeiermark – Samstagsmarkt feiert am 14. März Saisonstart: Diese regionale Berichterstattung ergänzt die offiziellen Marktdaten um den Hinweis, dass die Marktsaison wesentlich zur Belebung der Innenstadt beiträgt. Außerdem nennt sie den Osterkunsthandwerksmarkt am 28. März ausdrücklich und zeigt die Verbindung zwischen Markt, Kulinarik und Innenstadtfrequenz. Zur Quelle
- Stadtgemeinde Fehring – FAIRing die Handwerksregion: Diese offizielle Projektseite ist für den regionalwirtschaftlichen Hintergrund entscheidend. Sie zeigt, dass Fehring und die Region Handwerk nicht nur kulturell, sondern ausdrücklich als Stärkefeld für Standortimage, Regionalwirtschaft, Nachwuchs und Kommunikation verstehen. Zur Quelle
- Stadtgemeinde Fehring – FAIRing Erlebnis HandWerk: Diese Quelle ist wichtig, weil sie die handwerkliche Selbstverortung Fehrings vertieft und mehrere regionale Stimmen zur Bedeutung des Handwerks enthält. Für den Branchenblick ist sie relevant, weil sie zeigt, wie konsequent Fehring Handwerk als Zukunftsthema, Erlebnis und Berufsbild inszeniert. Zur Quelle
- Steirisches Vulkanland – Meisterkultur: Diese Regionalmanagement-Seite ist wichtig für die wirtschaftliche Einordnung über Fehring hinaus. Sie beschreibt, dass regionale Betriebe die Regionalwirtschaft stärken, Wohlstand und Lebensqualität schaffen und dass interne Wirtschaftskreisläufe durch Austausch zwischen Unternehmen belebt werden. Zur Quelle
- WKO Steiermark – Mitgliederstatistik 2025: Diese aktuelle Statistik ist zentral, weil sie die Größe der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Steiermark belegt. Sie zeigt, dass Gewerbe und Handwerk 46 Prozent der aktiven Spartenmitglieder stellen und damit landesweit eine tragende wirtschaftliche Rolle spielen. Zur Quelle
- WKO Steiermark – Bezirksstatistik Aktualisierung 2026: Diese Quelle ist für den Bezirksbezug besonders wertvoll. Sie zeigt, dass es in der Südoststeiermark 2025 insgesamt 326 Unternehmensneugründungen gab, davon 192 in Gewerbe und Handwerk. Für einen Text mit regionalwirtschaftlichem Fokus ist das eine der aussagekräftigsten Zahlen. Zur Quelle
- WKO Steiermark – Wirtschaftliche Lage dämpft Entwicklung am Lehrstellenmarkt: Diese aktuelle WKO-Quelle ist wichtig für die Fachkräfteperspektive. Sie zeigt, wie angespannt die Lehrlingsentwicklung in der Steiermark ist und warum Sichtbarkeit für Handwerk, Lehre und Ausbildung auch bei regionalen Veranstaltungen wirtschaftlich relevant bleibt. Zur Quelle
- Lokale Entwicklungsstrategie LAG Steirisches Vulkanland 2023–2027: Diese Strategiequelle ist für die breitere Standortlogik der Südoststeiermark relevant. Sie beschreibt die wirtschaftliche Entwicklung des Bezirks, die Bedeutung von Tagesgästen für kulinarischen Absatz und Gastronomie sowie die Rolle der Themen Handwerk, Kulinarik und Tourismus in der regionalen Entwicklung. Zur Quelle
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